Wetzlars 60-Minuten-Mann Filip Mirkulovski

Hier setzt Filip Mirkulovski zu einem gekonnten Anspiel an. Beim 29:28-Erfolg gegen Hannover-Burgdorf ist der Mannschaftskapitän der HSG Wetzlar der entscheidende Akteur der Gastgeber.  Foto: Ben

Spielmacher der HSG Wetzlar hat besonderen Anteil am 29:28-Heimerfolg gegen die TSV Hannover-Burgdorf.

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WETZLAR. Zurecht lobte Trainer Kai Wandschneider die starke Mannschaftsleistung, die zum 29:28-Sieg der HSG Wetzlar geführt hatte. Der 59-Jährige wusste aber auch: "Ohne Filip Mirkulovski hätten wir heute nicht gewonnen." Damit meinte der Coach nicht nur den entscheidenden 29. Treffer des 35-jährigen Mannschaftskapitäns. Die ganzen 60 Spielminuten dirigierte der 126-fache mazedonische Nationalspieler gekonnt das Offensivspiel seiner Farben. Denn nachdem Olle Forsell Schefvert von seinen Spielmacher-Aufgaben entbunden worden ist und sich voll auf die Position im linken Rückraum konzentrieren kann (was ihm und dem HSG-Spiel sehr guttut), ist Mirkulovski 60 Minuten als Mittelmann gefordert.

Die Freude über den gelungenen Auftritt war ihm auch nach Spielschluss anzusehen. Besonderen Stolz zeigte er aber aus zwei Gründen. Zum einen war es ja gegen seinen ehemaligen Verein gegangen. Für den hatte er ein halbes Jahr das Trikot getragen, bevor er im Sommer 2015 nach Wetzlar gewechselt war. "Das war eine gute Zeit da. Ich habe jetzt noch Freunde in Hannover", unterstrich er seine Verbundenheit.

Der zweite Punkt der Zufriedenheit war die eigene körperliche Verfassung. Denn zuletzt bei der 29:30-Niederlage in Flensburg hatte Mirkulovski noch passen müssen. "Ich hatte eine kleine Verletzung", sprach er die Adduktoren-Zerrung an, die ihn immer noch ein bisschen behindere. "Aber ich habe mich gut vorbereitet und es ist gut gegangen", freute er sich über seine eigene Leistung und den Sieg der Mannschaft. "Aber jetzt bin ich kaputt."

Dabei konnte er den Erfolg gut einschätzen: "Wir haben jetzt zwölf Punkte. Das war wichtig, und das war gut für unser Selbstvertrauen." Albert Mehl