Dritte Liga setzt Saison fort – FCK-Spieler werden getestet

aus 1. FCK

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Schiedsrichter stehen bei einem Fußballspiel auf dem Platz.  Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

Die letzten elf Spieltage der Dritten Fußball-Liga sollen ab 26. Mai gespielt werden. Der 1. FC Kaiserslautern bereitet sich vor: Diese Woche soll zweimal getestet werden, ob...

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REGION. Der Ball soll in den kommenden Wochen auch in der Dritten Fußball-Liga rollen – wie in der Ersten und der Zweiten Bundesliga. Das hat der DFB am Montag beschlossen. Damit kommen auch auf den 1. FC Kaiserslautern nicht nur weitere elf Saisonspiele zu, sondern auch große Aufgaben rund um diese Spiele.

Zudem hat der DFB beschlossen, das Finale des DFB-Pokals am 4. Juli auszutragen. Die Halbfinals sollen vorbehaltlich einer Genehmigung durch die Politik demnach am 9. und 10. Juni ausgetragen werden. Der genannte Endspiel-Termin in Berlin läge allerdings nach dem Ende einiger Profiverträge, die bis zum 30. Juni gelten. In den Halbfinals treffen Bayern München und Eintracht Frankfurt sowie Regionalligist 1. FC Saarbrücken und Bayer Leverkusen aufeinander. Auch soll die Saison der Frauen-Bundesliga fortgesetzt werden.

Das DFB-Präsidium hat erklärt, den Spielbetrieb der Dritten Liga am 26. Mai wieder aufzunehmen, wenn die behördlichen Genehmigungen vorliegen. Der neue Rahmenterminplan sieht zudem vor, dass die verbleibenden elf Spieltage mit fünf englischen Wochen absolviert werden, sodass die Saison am 30. Juni endet. Die beiden Relegationsspiele zwischen dem Drittplatzierten der Dritten Liga und dem Tabellensechzehnten der Zweiten Bundesliga würden sich laut der aktuellen Planungen bis 7. Juli anschließen. „Es sollte stets unser grundsätzliches Ansinnen sein, dass die sportlichen Entscheidungen auf dem Spielfeld fallen und nicht am grünen Tisch", sagte Tom Eilers, Vorsitzender des Drittliga-Ausschusses.

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Der DFB hat ein nahezu identisches Hygienekonzept zur Deutschen Fußball Liga, die für die oberen Ligen bereits in der vergangenen Woche die politische Erlaubnis bekommen hatte. Darauf hofft nun auch der DFB.

Die Zeit drängt nun. Nur knapp zwei Wochen bleiben bis zum ersten Spiel. Und bevor das erste Mannschaftstraining absolviert werden kann, müssen die Spieler getestet werden. Auf Anfrage dieser Zeitung bestätigte der 1. FC Kaiserslautern, dass für diese Woche zwei Tests geplant sind. Derzeit kann der FCK nur in Kleingruppen ohne Kontakt trainieren. „Wir richten uns hier nach der 6. Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz“, erklärte FCK-Sprecher Stefan Roßkopf. Und diese Verordnung lässt aktuell mehr nicht zu. Ob und unter welchen Voraussetzungen ein Mannschaftstraining laufen kann, wird abgeklärt. „Der FCK steht in Kontakt mit der lokalen Gesundheitsbehörde“, so Roßkopf. „Ich bin sehr froh, seit drei Wochen 22 fitte Feldspieler im Training zu haben“, wird Trainer Boris Schommers in der „Rheinpfalz“ zitiert: „Sie würden gerne in Zweikämpfe gehen, wären gerne im Wettkampf.“

Es gibt weiterhin viel Widerstand in der Liga gegen die Fortsetzung der Saison. Mehrere Vereine beklagen, dass das Hygienekonzept nicht umsetzbar sei. So müssten die Klubs einen eigenen Hygienebeauftragten einstellen, was allein Waldhof Mannheim und dem FSV Zwickau bislang nicht gelungen ist. Beim FCK hat sich Mannschaftsarzt Dr. Harald Dinges bereit erklärt, diese Funktion zu übernehmen. Zudem sorgt der Plan des DFB, neutrale Spielorte zuzulassen, sollten einige Stadien gesperrt sein, für Unmut. Deshalb forderte Mannheims Geschäftsführer Markus Kompp beim Verband ein Votum unter den Klubs ein. "Ich habe eine neue Abstimmung beantragt. Ich sehe es nicht ein, dass der DFB die Saison auf Basis eines veralteten Meinungsbildes, aber unter neuen Rahmenbedingungen, Stichwort neutraler Spielort, fortsetzen will", sagte Kompp der Deutschen Presse-Agentur.

Weiteres Problem: In den Ländern Thüringen (bis 25. Mai) und Sachsen-Anhalt (bis 27. Mai) ist bis zum Ende des Monats sämtlicher Wettkampfbetrieb untersagt. Davon betroffen ist unter anderen der 1. FC Magdeburg – läuft alles nach Plan, sind die Magdeburger der erste Gegner des FCK. Die Frage ist nur: Wo würde der 1. FCM den 1. FCK dann empfangen?