Sara Gambetta aus Schlitz peilt die 19-Meter-Marke an

Sara Gambetta hofft auf einen Start bei Olympia 2021 in Tokio.  Foto: dpa

Seit Herbst bereitet sich Sara Gambetta bereits auf das neue Jahr und das große Ziel Olympia in Tokio vor. Und die Leichtathletin des SV Halle ist gut dabei.

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HALLE/SCHLITZ. Nicht nur durch die Pandemie war das Jahr 2020 für Sara Gambetta kein ganz tolles, doch die 27-jährige Kugelstoßerin aus Schlitz-Rimbach ist längst wieder im Tunnel: Seit Herbst bereitet sie sich bereits auf das neue Jahr und das große Ziel Olympia in Tokio vor. Und die Leichtathletin des SV Halle ist gut dabei.

"Mitte September habe ich angefangen und bisher läuft es ziemlich gut. Vor einigen Wochen habe ich die Aufbauphase beendet, jetzt machen wir intensives Krafttraining, ich konnte schon gut was entwickeln", berichtet Gambetta. Und das ist positiv, nachdem sie durch Probleme mit der Bizepssehne in diesem Jahr sportlich kürzertrat und ihr Lehramtsstudium voranbrachte. "Damit hatte ich mich schnell abgefunden. Am Anfang fiel es mir schwer, weiter zu trainieren oder ein Ziel zu finden, aber das ging ja jedem so. Wir haben uns in der Trainingsgruppe gegenseitig motiviert und kleinere Ziele gesteckt", erzählt die 27-Jährige.

Bis Weihnachten stand Training im Kraftraum und noch ein Test an, über die Feiertage wurde es dann erstmal ruhiger. "Wir haben das kleingehalten im engen Familienkreis, um da keine Gefahr reinzubringen", blickt Gambetta zurück. Corona lässt grüßen. Doch beirren lässt sie sich, gerade was das Training angeht, nicht. "Schulen sind einfach Hotspots und wir trainieren im Trainingszentrum auch mit Schülern der Sportschule. Da muss man aufpassen, aber wir werden oft getestet."

Ohnehin plante die Rimbacherin zuletzt mit einer relativ vollen Hallensaison, dafür wird ab sofort das Techniktraining intensiviert. "Ich denke, es wäre kein Problem, negativ getestete Athleten zusammen zu holen. Das wäre wahrscheinlich ohne Zuschauer, aber das ist ja erstmal nicht so wichtig, wie Wettkampfpraxis zu sammeln", so Gambetta, die auf baldmögliche Wettkämpfe hofft.

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Das ganz große Ziel prangt im Sommer aber über allem: Olympia. Und nach der pandemiebedingten Verschiebung ins Jahr 2021 hat Gambetta, die auch an die 19 Meter herankommen möchte, die fünf Ringe fest im Blick: "Wenn ich daran nicht glauben würde, wüsste ich nicht, warum ich mich im Training hinstelle. Diesen Gedanken lasse ich gar nicht zu."